Archiv der Kategorie ‘Lumas‘

 
 

Ralph Ueltzhoeffer Sammlung Goetz München

Sammlung Goetz München: Ausstellung - Ralph Ueltzhoeffer / Titel: Werkverzeichnis. Ausstellungszeitraum: 27.06.13. Sonstige Ausstellungen, Sammlung Goetz München: Diskussionsbeiträge zur aktuellen Ausstellung: Ralph Ueltzhoeffer; Ralph Ueltzhoeffer; Aaron Fendt. Diskussion GAK Berlin, zur Ausstellung: Sammlung Goetz München. Die aktuellen Beiträge der GAK Berlin, Ausstellung von Ralph Ueltzhoeffer, Sammlung Goetz München: 0 Einträge.
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Madonna Portraits: Digitale Kunst als Konzept von Ralph Ueltzhoeffer

Ungebrochen der Wille zu portraitieren, das Portrait in digitalen Zeiten entwickelt und erfindet sich neu. Computer und Internet revolutionierten die Photographie und bescherte uns völlig neue visuelle Erfahrungen. Ein Portrait aus Text, das lesbare Portrait von dem Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer (Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe). Biographische Elemente konzeptuell als Portraitbestandteile zusammengefügt, untrennbar verknüpft zu einer neuen künstlerischen Erfahrung. Die Editionengalerie Lumas (Madonna Portrait) zeigt diese Arbeiten als fotografien in ihrem Portfolio. Das Portrait von Madonna oder der deutsche Künstler Joseph Beuys sind seit Jahren Bestseller in den Galerien. Das Textportrait von Ralph Ueltzhoeffer findet seinen Ursprung im Internet und wäre ohne dieses Medium nicht möglich gewesen. Die Text Collagen wurden u.A. 2011 im Museum of Modern Art (MoMA) in New York ausgestellt im Rahmen der MoMA Project Series (Ralph Ueltzhoeffer). Seine Nähe zu dem Konzeptkünstler Joseph Kosuth bleibt unbestritten, die Portraits von Ralph Ueltzhoeffer unterliegen dem kühlen und unemotionalen Gedanken des Konzeptes in der Kunst. Zahlreiche Museen stellten die Portraits über die letzten Jahre aus u.A. Museum Leipzig oder das Willy Brandt Museum in Berlin.

Madonna - Portrait Kunst von Ralph Ueltzhoeffer
Musikerin Madonna - lesbare Portraits von Ralph Ueltzhoeffer.

Das Internet “Tod eines Mediums” - Retrospektive

Retrospektive 2000 - 2012 - Das Internet, Tod eines Mediums

Lichtkunst von Ralph Ueltzhoeffer
Lichtkunst Installation von Ralph Ueltzhoeffer mit dem Titel “Missing” in four frames” - Cafe Europa, New York (2008).

Das Kunstwerk beschreibt die Situation so haargenau wie sie sich anfühlt. Gehen wir mal ein paar Jahre zurück ins Jahr 2000, was sehen wir da wenn wir an das Internet denken? Genau! Aufbruchstimmung und alles scheint sich ganz neu zu ordnen. Die alten Strukturen brechen auf, überhitzte Plattenlabel die vor kurzem noch vor Selbstzufriedenheit strotzten gingen angesichts des legendären Filesharings in die Knie. Alles neu! Alles anders! Die Umverteilung von Macht und Geld treibt uns um und eine neu gewonnene Freiheit spielt Robin Hood - was für eine Zeit. Eigentlich seltsam das wir damals im Internet tatsächlich schon Webseiten gefunden haben, so ganz ohne Google. Und was man da gefunden hat uhhh und wie gefährlich die Inhalte waren… Politik, politische Meinungen, Strömungen weit ab von der heutigen Kioskauslage. Da gab es tatsächlich noch unterschiedliche Meinungen und mit den Links wurde auch nicht gespart - Wachstum war angesagt.

Es gab allerdings damals schon feste Regeln, man wusste wenn man etwas ins Internet einstellt ist es “öffentlich” und wird in dem Moment gebraucht. Fotografien haben sich wunderartig verhundertfacht und wurden auf tausenden von Webseiten innerhalb kürzester Zeit gefunden. Es herrschte Kommunismus pur - Texte wanderten umher und man gab mit dem Klick auf “Veröffentlichen” die Rechte ab und das war jedem klar der sich zu dieser Zeit in diesem Medium bewegte.

Schön war die Zeit… Vorbei in dem Moment als sich die engherzigen dem Medium annahmen, die juristisch verkrampften - überregulierten Spaßbremsen die es in jedem Jahrhundert gibt. Anwälte überziehen das Volk mit kostspieligen Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen - Privatinsolvenzen, Ebay-fotos - die Abmahnzeit ist gekommen, ganze Horden von Aasgeiern tummeln sich um das am Boden gekrümmte Medium und warten auf den richtigen Moment um Kasse zu machen. Trotz ständig steigenden Zahlen von Webseiten schrumpft von nun an das Netz, die natürliche Ausbreitung wird schlagartig gehemmt. Der Inhalt wird zunehmend kleiner, uninteressanter - gefiltert durch das Google Monopol. Das Internet, eine leere Hülle aus schlechtem Kunststoff Made in China. Werbung für miese Produkte dominiert das World-Wide-Web, reguliert in totaler Abhängigkeit mit dem Geruch der Angst durchflutet etwas falsch zu machen… Das Gegenteil von 2004 hat sich mittlerweile eingestellt, du kannst die Straßen virtuell abfahren und den Angstschweiß der aus den Wohnungen dringt förmlich durch deinen Flachbildschirm riechen. Die totale Kontrolle und keiner hat es gemerkt? Apple hat Design als Köder verbaut und alle abhängig gemacht - am Tropf der Industrie… wurde das Sklaven halten nicht vor geraumer Zeit untersagt?

Nimm dir die Zeit und denke mal nach… Erzähle deinen Kindern wie alles angefangen hat damit sie verstehen warum du im Knast sitzt. Nimm dir die Zeit und lösche deine Webinhalte wenn du schlau bist, fange an das Netz zu schrumpfen oder gehörst du zu den 100 die damit Geld verdienen?

Fotogalerie LUMAS in London

Die Fotogalerie Lumas eröffnet ihre erste Filiale im vereinigten Königreich. Lumas ist jetzt auch in London vertreten. Die Begeisterung der ansässigen etablierten Galerien wie u.A. Sprüth Magers (Monika Sprüth Galerie) uvm. hält sich diesbezüglich natürlich in Grenzen. (Neue Nationalgalerie, Berlin) Wie soll man der eigenen Klientel die überhöhten Preise der hauseigenen Fotokünstler erklären? Unberührt und mit einem überheblichen Lächeln wird über solche Umstände großzügig hinweggesehen. Wurde doch bei den meisten sogenannten etablierten Künstlern viel zu viel Geld und Mühe investiert… der Verlust dieser Investitionen wäre nur schwer zu verkraften.

Wenden wir uns gedanklich der US-amerikanischen Fotokünstlerin Cindy Sherman zu, eine von vielen und dennoch ein Musterbeispiel wie kreative Galerien mit ahnungslosen Kunstkritikern und profitorientierten Kunstmagazinen zusammarbeiten können. Mitte der 1980er Jahre wurden erhebliche Finanzmittel in einer sogenannten Fotokunst versenkt, der im nachhinein Kopf und Rückgrad fehlen. Niemand glaubt mittlerweile noch ernsthaft an Cindy Shermans hochgelobte Fotokünste. Beruhigend, denn keiner dieser Trendjournalisten/Trendgalerien will sich heute noch an diese Farce erinnern. Ähnliche Stimmen wie damals erzählen uns heute was Fotokunst sein sollte… so teuer das es sich nur wenige leisten können und die Künstler, so wichtig wie einst der Erfinder des Automobils. Das Ganze erinnert mich an eine Leica M3 aus dem Hause Leitz (Fotoapparate) - auch zum Teil eben nur ein Mythos.

Die Editionengalerie Lumas schenkt uns Fotokunst vom Feinsten in zugegeben hohen Auflagen aber dafür von etablierten Fotokünstlern wie Stephen Shore, Jeff Wall, Nan Goldin, dem Textportrait-Initiator und Medienkünstler Ralph Ueltzhoeffer (Kunstforum), Keramik-Objekte als Fotografien von Otto Piene und vielen anderen. Lumas macht den Mythos Fotokunst bezahlbar und öffnet die Tür für ein breiteres Publikum. Mit dem Internet und dem damit freien, kostenlosen Zugang zu Informationen ist das Wissen über Kunst sowie das sogenannte “System Kunst” mehr oder weniger Makulatur! Die Auserwählten, die früher über künstlerisches Talent entschieden haben, verlieren zunehmend an Einfluss, die Kunst fängt an sich zu demokratisieren - zum Leidwesen einiger. Haben wir bei Stuttgart21 nicht eine ähnliche Entwicklung. Und was hat das alles mit Lumas zu tun? Die einzige namhafte Galerie, die sich traut, junge, unverbrauchte Kunst mit Kunstgrößen gemeinsam zu präsentieren!
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